In dem ersten, von vor vier Wochen, bekämpfen sich ein Chaosbarbar und ein Soldat des Imperiums (soweit ich das rot-weiß richtig deute, ein Talabheimer).
Im zweiten moschen sich eine Waldelfe und mehrere Chaosbarbaren.
Die Videos sind nett gemacht und der Fan freut sich, ein wenig Warhammer Live Action zu sehen. Vielleicht, wenn Cavills 40k Verfilmung gut ankommt (Daumen drücken!), dann dürfen wir irgendwann mal auf eine alte Welt Verfilmung hoffen?
Auf jeden Fall erinnert es mich daran, dass ich mir Chaos Rising endlich mal anschauen muss, schließlich habe ich das gebackt! Und überhaupt, wo bleibt eigentlich meine Stretch Goal Mütze? 😏
Für meine US Regelkonvertierung von HeroQuest habe ich einen neuen Helden erstellt. den Bihändkämpfer. Heldenkarte plus Ausrüstungskarte. Leider unterstützt mein Überschriften-Font keine Umlaute, die Punkte über dem Ä müsst ihr mit ’nem schwarzen Stift machen.
Ich habe für unsere Innere Feind-Kampagne diese Karte übersetzt, hauptsächlich ging es darum aus „River“ „Fluss“ zu machen, aus „Hills“ „Hügel“ und aus „Road“ „Straße“. Trotzdem nett zu haben.
Der freundliche Grimmbold aus der deutschen Warhammer Fantasy Rollenspiel Discord Community hat ein Abenteuer zu PDF gebracht und auf dem Server hochgeladen.
Hier für Euch der Mirror, viel Spaß damit. Falls ihr Fragen dazu habt, gerne bei Discord, in der Facebook Gruppe oder bei Tanelorn.
Dieser sperrige Titel gibt wieder, welches Projekt mich die letzten Wochen vor Weihnachten ’23 nebenbei beschäftigt hat.
Was war meine Motivation?
Mein aktuell achtjähriger „Schwiegerneffe“ interessiert sich seit längerem für meine Warhammer Minis, meine LARP Rüstung usw. Vor einiger Zeit hat er seine ersten Warhammer Minis mit Farben, Pinseln und was man dazu benötigt von mir erhalten und eifrig gemalt. Nur damit spielen konnte er bisher nicht.
Ich habe lange hin und her überlegt, welches Spiel ein guter Einstieg für ihn wäre und bin letztendlich bei HeroQuest gelandet. Es war auch für mich in seinem Alter der Einstieg in die Warhammer-Welt. In die Warhammer-Welt? Ja genau, wem das noch nicht klar war, hier ein Bild von der Rückseite des englischen „Return Of The Witch Lord“:
HeroQuest Alte-Welt-Warhammer-Karte aus dem englischen „Rückkehr des Hexenkönigs“
Neu oder alt?
Das neue HeroQuest ist aber als Geschenk ein bisschen zu fett, es kostet ja um die 100€ (von einigen krassen Rabattaktionen mal abgesehen). Außerdem gefällt es mir persönlich von der ganzen Aufmachung nicht besonders, der Comic-Stil, die Abkehr von der „Alten Welt“ aus markenrechtlichen Gründen… Ich wollte meinem Neffen ja gerne meine geliebte „Alte Welt“ näher bringen, das wäre mit dem HeroQuest von 2021 irgendwie nicht so recht das richtige.
Außerdem habe ich eh mehrere Ausgaben des alten Spiels bei mir zuhause liegen, denn „the only way to expand HeroQuest is… More HeroQuest!“
Also mal ein altes HQ rausgekramt und einen möglichst ansehnlichen Karton dazu. Zum Start soll es natürlich nur das Grundspiel sein, Erweiterungen gibt’s erst später, so viel ist schon mal klar. Im Zuge meiner erneuten Beschäftigung mit HQ, – bestimmt 30 Jahre nachdem ich es das letzte mal gespielt habe – lernte ich ein paar interessante Fakten:
Die europäische Version von HeroQuest 1989 spielt in der Warhammer Welt.
Die amerikanische Version von 1990 wurde massiv angepasst. Auch wurde das Setting etwas generalisiert, Morcar heißt hier Zargon, Bezüge zur alten Welt wurden entfernt.
Die Version von 2021 verwendet die Regeln und den Lore der US Version, es wurden auch die letzten verbliebenen Alte-Welt-Elemente gelöscht, die Games Workshop geschützt hat: Fimire heißen jetzt Abscheulichkeiten und Chaos ist jetzt Schrecken…
HINWEIS
Solltet ihr Euch später bei der Durchsicht der Materialen fragen „warum hat er das so gemacht?“ oder „Warum ist die Quest / Die Karte nicht so wie in meinem alten HQ Spiel?“ lest Euch bitte den im nächsten Kapitel folgenden Foreneintrag zuerst durch.
Des Weiteren seht bitte von Kommentaren wie „Das gibt’s doch schon bei Ye Olde Inn oder bei HQ-Cooperation oder bei HeroQuestwold.de“. Ich kenne die Seiten und deren Materialen, habe diese auch im großen Stil verwendet. Aber eine Version – so wie ich sie haben wollte – gab es nicht. Vor allem nicht als Einzel-Download.
Was ist denn an der US Version von 1990 so toll, im Vergleich zur EU Version?
Hierzu gibt es einen Foreneintrag, der mir dazu massiv weitergeholfen hat.
Auch dieses Video von Always Board Never Boring ist sehr informativ, indem er zu dem Schluss kommt, dass die EU Version zwar einfacher ist, aber die US Regeln einfach die besseren sind. Hier Vergleichsbilder des Inhalts:
HeroQuest1989 EU InhaltHeroQuest1990 US Inhalt
Auf den ersten Blick ins Auge fallen die unterschiedlichen Anleitungen, die Overlays für Mauern und die Armory, die die Ausrüstungskarten ersetzt.
Zusammengefasst kann man sagen, das Spiel ist in der US Ausgabe von 1990 etwas schwieriger gemacht worden. Die Spieler werden mehr zur Zusammenarbeit gezwungen, während in der EU Version die Spieler eher Konkurrenten waren. Sie gelangen etwas langsamer an Geld, die Gegner sind schwieriger, da sie teilweise mehrere Lebenspunkte (Entschuldigung: Körperkraftpunkte) haben. Im Gegensatz zur europäischen Urversion, wo jeder Gegner sofort stirbt, sobald er getroffen wird, sogar der Gargoyle! Der Zwerg entschärft Fallen nicht mehr automatisch sondern darf sozusagen nur keine 1 würfeln UND für den Bösewicht sind 12 Chaoszauber mit drin, die es vorher nicht gab.
Das alles wollte ich mit drin haben, gleichzeitig aber den Charme der alten Ausgabe und die Warhammer-Welt als Schauplatz, nicht irgendeinen langweiligen generischen Fantasy-Mist.
Das Ziel ist also
Ein deutsches HeroQuest von 1989 mit den Materialen, Karten, Anleitungen usw. so anzupassen, dass man zwar nach US Regeln spielen konnte, aber sonst alles gleich blieb. Und das es in der Alten Welt spielt.
Ich habe in diesem Zuge auch mal verglichen, welche Karten im alten 89er Spiel drin sind und welche im 2021er. Hier meine Fotos.
Was war zu tun?
Über die Jahre wurde von Fans schon unfassbar viel zu insbesondere dem alten HQ erstellt und online gestellt. Ich konnte mich hier massiv bedienen und für vieles eine Lösung finden, aber es hat mir alles nicht zu 100% gefallen. Bei den Regelbüchern gab es zwar Übersetzungen der US-Version, aber dann halt auch mit „Zargon“ als Bösewicht und in den Einleitungstexten kam der Zwerg plötzlich nicht mehr aus dem Weltrandgebirge sondern irgendwo anders her und der Elf nicht als Athél Loren sondern was weiß ich. Auch hieß der Elf noch Alb, was ich wiederum für einen Fehler der deutschen Übersetzung halte und auch angepasst habe. Spätestens an dieser Stelle dürfte sich der ein oder andere Leser bereits mit einem Augenrollen verabschiedet haben, aber was soll ich sagen, ich wollte es halt gern genau so haben.
OK, nun da wir unter uns sind, hier eine Liste der Anpassungen die ich vorgenommen habe, meine Vorlage war wie gesagt dieser Post. Ich habe mich aber nur zu 90% daran gehalten. Zum Beispiel habe ich statt der Armory weiterhin Ausrüstungskarten verwendet, wie Avalon Hill das auch im HQ von 2021 gemacht hat.
Deutsches Regelbuch mit US Regeln aber UK Lore (Einleitungstexte sind Warhammer, Morcar ist der Bösewicht). Dies war die meiste Arbeit, da ich die Vorlage-PDFs so massiv hätte anpassen müssen, das ich gleich ein neues Dokument erstellt habe. Bei der Gelegenheit habe ich auch ein paar kleine Artworks von Frank Frazetta und anderen eingefügt.
Deutsches Buch der Herausforderungen mit US Quests aber Morcar als Bösewicht. Als Vorlage diente mir dieses PDF, ich habe nur aus Zargon Morcar gemacht.
Schatzkarten angepasst (+1 Streunendes Monster, entfernt wurden Blitz-Trank, Goldschatz, Heiltränke haben variablen Auffüllwert). Die anderen habe ich gelassen
Ausrüstung, Zauber, Artefakte habe ich genau so angepasst, wie im Post beschrieben.
Tokens – die. US-Version verwendet für blockierte Gänge Mauer-Tokens und als Schadensmarker für Monster Schädeltokens. Außerdem habe ich den Sockel vom Altar mit ausgedruckt. Der fehlte in der EU-Variante.
Die Heldenkarten in der US-Version enthalten ein paar mehr Informationen, wie zum Beispiel die Startausrüstung. Ich habe 8 Heldenkarten mit Paint.NET erstellt, nämlich jeweils Weiblein und Männlein. Auf den Rückseiten sind noch ein paar Kurzinfos zum Spiel.
Als Kampagnenkarte verwendete ich die Alte Welt Karte aus dem Grundbuch der sechsten Edition Warhammer Fantasy Battle bzw. aus dem Band „Sigmars Erben“ aus der zweiten Edition WFRP.
MATERIAL – WAS WIRD BENÖTIGT?
Falls Du es mir gerne gleichtun möchtest, biete ich natürlich alles als Paket zum Download an:
Ein dünnes Stück Pappe, wie sie zum Beispiel als Rückseite für Collegeblocks verwendet wird.
Einen alten Pinsel, mit dem Du das Ponal auf der Pappe verstreichst.
Eine scharfe Schere.
Einen Farbdrucker oder einen Copyshop
Meine Dateien. Das gesamte Material, zum Ausdrucken, welches benötigt wird, um die deutsche HQ1989 Version mit US Regeln zu versorgen. Der Download beinhaltet:
6 zusätzliche Artefaktkarten
angepasste Ausrüstungskarten, die einige deutsche Karten ersetzen
Monsterkarten mit den US-Werten (mehr Hitpoints), die sämtliche deutschen ersetzen
angepasste Schatzkarten, die einige deutsche Karten ersetzen
12 Chaoszauber
angepasste Heldenzauber, die einige deutsche Karten ersetzen
Ein Persönlichkeits-Pass zum selbst ausdrucken, aus dem neuen 2021 HQ
Heldenkarten, angepasst und jeweils mit einer zusätzlichen weiblichen Version.
Buch der Regeln und Buch der Herausforderungen, jeweils in einer Version mit Morcar als Bösewicht und mit Zargon
Fehlende Overlays: US-HQ verwendet Mauer-Kacheln als Wände und die im EU Spiel enthaltenen Schutt-Kacheln stattdessen um ausgelöste Schlagfallen darzustellen. Außerdem Totenköpfe um Monsterschäden zu symbolisieren. Außerdem den fehlenden Unterbau für den Altar.
Eine deutsche Karte der Alten Welt, basierend auf dieser englischen Karte. in die ich die wichtigsten Stationen des Grundspiels eingefügt habe, außerdem habe ich das fehlende Karak Varn eingefügt.
Hast Du ein nicht-deutsches MB HQ, ist das kein Problem. Die Anleitungen sind in meinem Paket ohnehin mit drin. Lade Dir einfach zusätzlich zu meinem Paket die folgenden Kartensets von Ye Olde Inn herunter:
Artefaktkarten (Beute)
Ausrüstungskarten
(Monsterkarten werden nicht benötigt, da sie vollständig durch meine Versionen ersetzt werden)
Schatzkarten
Zauberkarten (Erde Luft, Wasser, Feuer)
Umsetzung
Druck
Drucke die Overlays und den Altarunterbau aus. Von den Overlays (system-tiles.pdf) brauchst Du nur die Mauern und die Totenköpfe. Plus ggf. das, was Dir ein Deinem Spiel an Originalmaterial fehlt. Außerdem drucke die beiden Bücher und die Karten. Ich empfehle, hierfür einen Copyshop in Deiner Nähe zu bemühen, ein paar Blätter in Farbe für die Karten und Overlays kosten in der Regel nur ein paar Euro, die Druckqualität ist jedoch besser, als am heimischen Tintenpisser. Ich habe mir sogar die beiden Regelbücher ausdrucken und binden lassen (siehe Fotos unten), auch das war nicht so teuer. Von den Karten, die alte ersetzen, brauchst Du sogar nur die Vorderseite drucken. Nur für die Chaoszauberkarten und die zusätzlichen Artefakte musst Du auch die Rückseite drucken.
Overlays und Altarunterbau
Schneide die Overlays und den Altarunterbau einzeln aus und verstreiche auf der Rückseite mit einem alten Pinsel dünn Ponal (OHNE WASSER), dann klebe sie auf eine dünne Pappe, wie sie zum Beispiel als Rückseite für Collegeblocks verwendet wird. Nach einer Stunde kannst Du alles aus der Pappe ausschneiden.
Karten
Schneide die Karten aus. Vor die Karten, die sich geändert haben, steckst Du einfach einen Ausdruck der veränderten Karte. Für die Chaoszauber musst Du ggf. ein Stück 100g Papier oder ähnliches ausschneiden und dazwischen stecken, damit es stabil wird.
Außerdem musste bei meinem Spiel noch ein bisschen was restauriert werden. Ja, das Spiel ist so alt, wir reparieren nicht, wir restaurieren.
reparierter HeroQuest-Zauberer-Altar
Natürlich sind auch bei diesem Altar die Kerzen abgebrochen, ich entschloss mich nach ein bisschen hin und herüberlegen für den einfachen Weg und stiftete zwei Reaper Bones Kerzenständer dran. Die sind zwar etwas mächtiger, wenn man sich an den Look gewöhnt hat, geht’s aber.
Beim Alchimistentisch war von der Waage der Griff abgebrochen, ich habe einen Büroklammerstift eingesetzt und mit etwas Greenstuff umschlossen. Mit Farbe wirds gehen…
Dann alles entgraten und grundieren, damit direkt losgemalt werden kann.Spielhinalt. Was man nur auf diesem Foto sieht sind die Spielkarten, die ich in Sleeves gepackt habe.Tokens bzw. OverlaysHeldenkarten ausgedruckt und laminiertHeldenkarten jeweils mit weiblichem PendantBuch der Regeln, mi Artworks von z.B. Frank FrazettaBuch der Herausforderungen
2022 brachte Games Workshop drei neue Spiele in den Handel, die Warhammer in die breite Masse tragen sollten. Blitz Bowl, Warhammer Quest: Lost Relics (DE: Verschollene Schätze) und Warhammer 40.000: Combat Arena, nach dem Motto „Introduce Friends and Family to the Wonderful Worlds of Warhammer“.
Ein Hinweis: Stand heute (6.12.23) ist das Spiel bei Elbenwald im Angebot. Dies ist kein Affiliate-Link, ich verdiene damit nichts.
Da ich ein Warhammer Quest Fan bin, habe ich es mir gleich bestellt und ich spiele mit einem Freund fleißig daran, wann immer wir Zeit finden. Es liegen nur noch die letzten beiden Missionen vor uns.
Der Inhalt
Ein Blick auf die Rückseite sagt mehr als tausend Worte, ich hab euch die mal gescannt:
Für die Plastic-Crack-Heads: Es sind nur 4 Helden und ein Vogel mit drin. Drei davon sind später als Box „Xandire’s Truthseekers“ herausgekommen:
Xandires Wahrsucher
Regis Donnerbote (englisch: Regis Fulbringer) war schon früher erschienen aber ist so einzeln nicht erhältlich.
Regis Donnerbote
Ansonsten besteht das Spielmaterial aus 4 beidseitig bedruckten Platten, einigen Tokens und Karten für Schätze, Helden, Monster und Boss-Monster. Für Warhammer-Kenner ein Schock: Alle Gegner werden durch Tokens dargestellt. Was hierbei ein putziges Detail ist: Es wird nirgendwo mit einem Wort erwähnt, aber die Tokens und Karten der Gegnerhorden bilden exakt einige Warhammer Underwolds-Packs ab.
Warhammer Quest – Verschollene Schätze – Tokens
Die Grabwache (6 Skelette + Skelett-Anführer),
Augen der Neun (Tzeentch Magister, 1 Tzaangor, 2 Akolyten, 1 Blue Horror, 1 Brimstone Horror),
Man KANN das Spiel natürlich auch mit den entsprechenden Minis spielen, dadurch wird es aber ungemein teurer. Warhammer Underworlds Sammler, die schon alles haben, werden sich freuen, alle anderen: Viel Spaß beim Suchen. Vor allem die Augen der Neun gehen nur noch bei eBay zu Mondpreisen weg. Ich möchte persönlich keine Auskunft darüber geben, ob ich mir die ganzen Figuren dazu besorgt habe, weil ich nicht alle Tassen im Schrank habe… 😉
Das Regelheft enthält 12 Quests. Ich könnte mir aber vorstellen, die Regeln für Homebrew Quests zu nutzen. Oder sie für HeroQuest zu adaptieren, als Ersatz für den Dungeon Master.
Die Spielmechanik
Das Spiel verwendet zu großen Teilen die Warhammer Quest Regeln, die auch schon in den (umfangreicheren) Silver Tower, Shadows Over Hammerhal und Cursed City zum Einsatz kamen. Es gibt keinen bösen Overlord, der die Monster spielt, wie bei Shadows Over Hammerhal, sondern die Monster werden über die Quest und ihre Monstereigenschaften getriggert.
Die Spieler werfen ein paar W6 und platzieren diese auf ihrer Charakterkarte. Diese Würfel sind, wenn der Held dran ist, gleichzeitig seine Aktionen:
Calthia kann entweder auf 1 mit dem Breitschwert angreifen, dann macht es 1 Schaden, oder sie gibt die 6 dafür aus, dann macht es 2 Schaden. Der Ring aus Stahl funktioniert genauso, nur dass es ein Flächenangriff ist der alle (!) Figuren in ihrem Raum außer ihr selbst trifft.
Bewegen kann sie sich mit jedem der drei Würfel, eine „angespornte“ Bewegung, die sie weiter laufen lässt und Gegnern ausweichen lässt, kann sie eigentlich nur auf 5+ machen. Dank ihres Ausrüstungsgegenstands darf sie aber schon auf 2+ eine angespornte Bewegung ausführen. Wird der Held verwundet, indem er 4 Schaden erhält, wird die Charakterkarte gedreht und die Werte verschlechtern sich etwas, bis sie geheilt wird.
Ein wichtiges Element dieses Spiels sind sogenannte Aktionsketten. Wenn alle Würfel auf den Charakterblättern liegen, und ein Würfel mit einer 1 dabei ist, können die Spieler entscheiden, in ihrem Zug außerhalb der Initiativereihenfolge eine Aktionskette zu beginnen, in der bis zu 6 Aktionen abgehandelt werden können, verteilt über alle Charaktere die passende Würfelergebnisse vorweisen können. In unserem Beispiel könnte Calthia zum Beispiel Würfel 1 und 2 ausgeben, dann andere Charaktere 3, 4 und 5 und dann Calthia die 6. Dies ist insofern interessant, als dass Gegner immer sogenannte „Reaktionsschritte“ auf jeden Heldenaktion ausführen, aber nicht bei Aktionsketten, dort erst am Ende einmal. Man spart sich also im besten Falle 5 Reaktionsschritte.
Eine anderer Aspekt, der anders funktioniert als bei anderen Quest-Titeln: die Räume haben kein Gitter sondern nur eine Zahl, die die maximale Anzahl an Figuren benennt, die den Raum betreten können. Das ist zuerst etwas ungewohnt, es zeigt sich aber, dass das Spiel trotzdem eine erstaunliche taktische Tiefe hat, durch das gemeinsame Planen und Absprechen der eigenen Aktionen und der Berücksichtigung der Reaktionsschritte der Monster.
Das Spiel verwendet sogenannte Phasen, in denen die Spieler agieren können, die Anführer der Monster, die Mechaniken der jeweiligen Quest abgehandelt werden usw. Die Spielmechanik ist tiefer, als es auf den ersten Blick vermuten lässt.
Aus meiner kleinen WFRP Discord Community erreichte mich die Frage: Wie würdest Du dieses Spiel im Vergleich zu verfluchte Stadt, (normale Reihe) Underworlds und Warcry einordnen?
Das kann ich nur teilweise beantworten aber es wird – denke ich – ausreichen. Ich habe aus der Warhammer Quest Reihe nur Silver Tower durchgespielt und Shadows Over Hammerhal gespielt, Cursed City ist ja ein Nachfolger, der noch ein paar Regeltweaks enthält. Das besitze ich zwar auch, wir wollen das aber erst anfangen, wenn wir mit Lost Relics durch sind. Cursed City hat meines Wissens nach ein paar Probleme mit dem Leveldesign (viel „grinding“), wofür Always Board Never Boring eine allem Anschein nach gute Lösung hat. Wenn man für Cursed City alle Erweiterungen plus Figuren kauft, landet man übrigens bei irgendwo zwischen 400€ und 500€.
Was all die Spiele, die hier aufgezählt wurden, gemein haben: es sind typische GW Du-musst/willst-noch-1000-Erweiterungen-kaufen-Spiele. Die Mechaniken von WarCry und Underworlds sind nett, aber alles andere als balanced. Underwolds und WarCry sind meiner Einschätzung nach eher Skirmisher, während Lost Relics ein Dungeon Crawler ist, wie die anderen Quest-Spiele. Lost Relics ist ein abgeschlossenes kleines Brettspiel. Ich gehe nicht davon aus, dass es Erweiterungen erhält. Es gehört zu einer neuen Reihe von Spielen, die in der breiten Masse auch in Kaufhäusern angeboten werden. So wie auch Bladeborn, Blitz Bowl usw.
Fazit
Ich halte WHQ: Verschollene Schätze für ein gelungenes, abgeschlossenes und gar nicht mal so einfaches Spiel, was einem ein paar Abende nettes Dungeon gecrawle beschert und dessen Regeln funktionieren. Ein paar spezielle Details hätte man besser erklären können, wir mussten teilweise die englischen Regeln oder bei Board Game Geek nachschauen. Aber alles in allem ein gutes Spiel. Ich persönlich liebe die WHQ typischen spielgesteuerten Monster. Eine sehr gute alternative zum Dungeon Master. Der Preis ist GW-typisch hoch, wenn man bedenkt wie wenige Figuren enthalten sind.
Hier hhaben wir zum Beispiel eine Tribüne für „Ein Tag vor Gericht“ aus der Kampagne „Raue Nächte, Harte Tage“.
Als Basis verwende ich einen Styropor-Block. Dafür verschwende ich kein Styrodur. Als Holz verwende ich alte Eisstiele. Die fallen übers Jahr ohnehin zuhauf an, ich wasche sie dann kurz und hebe sie auf. Als Pfosten verwende ich Burgerspieße. Upcycling. 😁
Als nächstes brauchte ich noch ein Zelt für die Kombattanten des Gerichtskampfes. Als Basis schnitze ich eine Styrodurplatte zurecht, darauf Kleber und dann Sand, Steinchen und Kokosfaser. Die Zeltstangen sind aus alten Corona Schnelltest-Stielen. Als Plane für das Zelt und als Dach für die Tribüne verwende ich ein Stück Jutebeutel, getränkt in einem Wasser-Holzleim-Gemisch.
Für eine andere Session brauchte ich noch etwas Magierturm-Interieur. Das Regal habe ich aus Eisstielen gebaut, mit ein paar Warhammer-Bits und die Bücher mit Styrodur geschnitzt. Den Bücherständer habe ich aus Styrodur geschnitzt und ein paar GW-Schädel eingesetzt.