Ein weiteres Tabletop Bastelprojekt habe ich im Oktober 2023 durchgeführt. Wie schon beim Schiff und der Scheune ist der Verwendungszweck ein Rollenspielabend. Mit der Gefahr, dass man das Teil nie wieder braucht 😀
Idee
Und wie auch bei den anderen Projekten hängen wir immer noch in „Tod auf dem Reik“, dem zweiten Teil der „Der Innere Feind“- Kampagne. Dieses Mal ging es darum, Etelkas Turm bei Grissenwald darzustellen. Die Bodenpläne sind im Buch abgedruckt.
Im ersten Schritt hatte ich noch in Erwägung gezogen, die Bodenpläne auszudrucken und wie ein Spielbrett auf Pappe zu kleben (wie bei DungeonCrawlern wie HeroQuest). Nachdem ich mir die beklebte Pappe anschaute, war mir dies aber zu „lahm“ und ich entschied mich für ein 3D Modell.
Umsetzung
Ich hatte nicht viel Zeit und habe daher die Steine nicht einzeln aus Styrodur ausgeschnitten und gemauert, wie bei der Scheune, sondern ich verwendete fertige XPS Trittschall-Laminantunterlagen als Wände.
Green Stuff World Roller zum eindrücken der Steinstruktur. Man muss FEST drücken.
Erdgeschoss. Der Aufmerksame Beobachter wird sehen, dass ich die Eingangstür allen ernstes versehentlich gegenüber eingebaut habe. Die sollte natürlich da hin, wo die beiden parallelen Wände sind. Dieser Fehler ist mir erst sehr spät aufgefallen und dann hab ich’s halt so gelassen.
Entwürfe für die Torbögen. Der rechte hat das Rennen gemacht.Schnibbel Dich tot, Töchterchen hilftDielen aus Styrodurstreifen, mit einer Stahlbürste bearbeitet um die Holzmaserung zu simulieren. Dann mit Ponal draufgeklebt.Stellprobe mit beiden StockwerkenTürbögen schneiden
Das war der größte Aufwand. Zurechtschneiden und dann mit dem abgebildeten Werkzeug entlang der Markierungen einritzen, um eine Struktur in die Pappteile zu kriegen für das spätere Trockenbürsten.
Papp-Fliesen im ErdgeschossKonstruktion fertig. Über die Torbögen habe ich das eine oder andere Mal geflucht. Schwarz grundiert mit Gemisch aus Mod Podge und schwarzer Farbe. Dann grau gebürstet und die Dielen braun gebürstet.die fertigen StockwerkeEtelkas Turm
Fertig. Die Treppenstufen habe ich einfach so schwarz gelassen.
Spielabend
Paar HeroQuest und Dungeons & Lasers Möbel reingestellt.Blick ins Treppenhaus
Die letzten Tage habe ich dafür genutzt, eine alte Warhammer-Karte zu übersetzen. Dargestellt wird nicht die ganze Warhammer-Welt, aber ein recht großer Teil. Die Karte gehört mit zu den ersten, die es überhaupt gab. Was ich an der Karte mag, ist die Übersichtlichkeit. Im Vergleich zu den hyperdetaillierten Karten von Cubicle 7, bietet sich hier ein schneller Überblick über die grundsätzliche Aufteilung.
Für die Übersetzung habe ich verschiedene Quellen hinzugezogen, das allermeiste aus dem Lexicanum. Einiges aus dem Warhammer Wiki und ein paar Begriffe aus dem Spiel Total War: Warhammer 3.
An ein paar Stellen habe ich Bezeichnungen hinzugefügt, die in der Originalkarte nicht vorkamen. Beispielsweise die Namen der Flüsse Bretonias, Estalias und Tileas und das Kochende Delta in den Ländern der Finsternis. Dass die „Shifting Sands“ in Nehekara in Total War mit „Treibsand“ übersetzt wurden, halte ich für einen Fehler, gemeint sind doch bestimmt Wanderdünen? Ich habe es so übernommen, aber falls ihr Lore-Kenntnisse habt, aus einem Roman oder so, lasst es mich wissen, ob das so richtig ist.
An ganz wenigen Stellen musste ich improvisieren und eigene Übersetzungen einsetzen. Soweit ich mich erinnere betrifft das nur die Bezeichnungen rund um die Dracheninseln „Meer der Stürme“, „Die Krallen“ und „Echsensee“. Meinen Recherchen zufolge wurden diese nie übersetzt. Die sind von mir. Auch hier bin ich offen für Änderungsvorschläge.
Das waren schon 12 Stunden Arbeit, also wenn ihr mir danken wollt, lasst mir ’nen Taler da.
Bei diesem Artikel handelt es sich um die Übersetzung eines Artikelsvom 1.7.2010, als die Warhammer Fantasy Rollenspiel – Lizenz noch bei Fantasy Flight Games lag. Also zu Zeiten der dritten Edition:
Da ich mich im Moment wieder etwas mehr mit Übersreik beschäftige, habe ich mir einen Spaß draus gemacht, mir einen Überblick zu verschaffen, was vor Cubicle 7 so zu der Stadt veröffentlicht wurde. Das größte Release diesbezüglich dürfte „The Edge Of Night“ gewesen sein. Die Box enthielt die erste große Stadtbeschreibung von Übersreik und lieferte zweifelsohne die Inspiration für das PC Spiel Warhammer: End Times – Vermintide. Bedenkt also beim Lesen, dass die dritte Edition 10 Jahre später spielt, als die vierte Edition.
Viele der Inhalte aus „The Edge Of Night“ wurden für WFRP4 recycelt. Die Stadtbeschreibungen wurden aktualisiert und ins Einsteigerset eingefügt, und das Finale (der Maskenball) aus dem Abenteuer ist übergegangen in „Herr von Übersreik“, das letzte Abenteuer im Buch „Raue Nächte, Harte Tage“.
Hier also nun der alte Artikel zu diesem Abenteuer.
Ein WFRP-Designer-Tagebuch von Senior RPG Designer Jay Little
Eines der zentralen Themen in „The Edge Of Night“ für Warhammer Fantasy Roleplay 3rd Edition sind die politischen Machenschaften mehrerer mächtiger und einflussreicher Adelsfamilien. In letzter Zeit sind die Einwohner von Übersreik besorgt darüber, dass ihre geliebte Stadt ihren Status als Freistadt verliert, wie in meinem bisherigen Designer-Tagebuch. Dieses Designer-Tagebuch befasst sich eingehender mit dem politischen Klima, einschließlich eines wiederkehrenden Charakters, mit dem die Spieler möglicherweise bereits vertraut sind. Warnung: Dieses Tagebuch könnte einige Spoiler enthalten!
Dinge zusammenbinden
Bis eine Gruppe von Charakteren „The Edge Of Night“ in Angriff nimmt, haben sie vielleicht mehrere Abenteuer hinter sich. Das Szenario bietet eine Menge großartiger Informationen für SLs, um diese vorherigen Abenteuer in die Handlung zu integrieren und der Gruppe eine Vielzahl von Motivationen für ihre Beteiligung zu liefern. Einige dieser Motivationen sind mit der potenziellen Teilnahme der Gruppe an früheren Abenteuern verbunden – einschließlich des Hintergrunds, der auf ihrer Beteiligung an „Eye for an Eye“ (Anm.: d. Übersetzers: Eine renovierte Version für die vierte Edition findet sich im „Ubersreik Adventures III“) oder „Ein Sturm zieht auf“ basiert.
Rickard von Aschaffenberg
Insbesondere Charaktere, die in „Eye for an Eye“ erfolgreich waren, könnten bei einem Besuch in Übersreik auf ein bekanntes Gesicht treffen – Rickard von Aschaffenberg ist einer der Adligen, die sich um die Kontrolle über Übersreik bemühen.
Aber… Er ist tot! Oder nicht?
Wenn die SC „Eye for an Eye“ aus „Tome of Adventure“ durchgespielt haben, ist es möglich (abhängig von den Handlungen der Charaktere), dass Rickard von Aschaffenberg nicht überlebt hat. Vielleicht wurde er den dunklen Begierden eines Dämons des Chaos geopfert (der übrigens jeden Tag in Übersreik auftauchen könnte, um eine Mordserie oder ähnliches zu starten), vielleicht wurde er bei einem der Angriffe der Tiermenschen getötet, oder vielleicht aß er mehr Wildbret, als seine gewaltige Taille bewältigen konnte.
Sollte dies der Fall sein, kann der SL Rickard problemlos durch ein anderes Mitglied der Aschaffenberg-Familie ersetzen. Ein entfernter Cousin, Reiner von Aschaffenberg, wird sich gut machen. Der SL kann Reiner sogar im Auftrag seines Cousins von der Arbeit der SC wissen lassen, mit dem er regelmäßig korrespondierte, nachdem Rickard das Grunewald-Jagdschloss erworben hatte.
Familie Aschaffenberg
Die Aschaffenberger sind in Übersreik beheimatet und wurden nach dem Großen Krieg gegen das Chaos von Magnus dem Frommen für ihre Heldentaten auf dem Schlachtfeld in den Adelsstand erhoben. Seitdem schmachten sie in relativer Vergessenheit und werden von einigen immer noch als etwas mehr als aufgestiegene Bürger angesehen. Kürzlich wurde ein Chaoskult auf Ländereien aufgedeckt, die Rickard als Teil seiner Mitgift von der Familie von Bruner erworben hatte. Obwohl der größte Teil der Arbeit in dieser Angelegenheit von einer kleinen Gruppe abenteuerlustiger Reisender geleistet wurde, hat Rickard dennoch den größten Teil des Lobes erhalten. Das Schicksal der Familie von Aschaffenberg hat sich in der Zwischenzeit dramatisch gebessert, während die von Bruners in Ungnade gefallen sind.
Aschaffenberg-Wappen
Oberhaupt des Hauses: Rickard von Aschaffenberg, ein freundlicher, etwas korpulenter Mann.
Andere Verwandte und wichtige Diener: Ludmilla von Bruner, Rickards ebenso behäbige wie freundliche Frau. Maximilian, Rickards Göre eines Neffen. Edward, Rickards geckenhafter und unfähiger jüngerer Bruder. Vern Hendrick, Rickards braver und anständiger Diener.
Ziele und Strategien: Rickard nutzt seinen Sieg über den Chaoskult, indem er sich als treue, fromme Säule der Gemeinschaft neu erfindet. Das ist nicht weit hergeholt, denn Rickard war schon immer ein frommer Sigmarit und er ist (oder versucht zumindest) ein allgemein guter Mensch. Aber jetzt nutzt er diese Fakten für politische Zwecke, und das beunruhigt ihn. Rickard ist am besten, wenn er seinem bescheidenen edlen Selbst treu bleibt und ungeschickt darin ist, andere Adlige zu diskreditieren. Er reagiert gut auf Charaktere, die an seinen Sinn für Gerechtigkeit, Fairplay und Ehrlichkeit appellieren.
Politische Verflechtungen
Aufgrund des Einflusses und des Rufs seiner Familie in Übersreik hat Rickard von Aschaffenberg eine starke Bindung zur Gemeinde. Er unterhält gute Beziehungen zu einer Vielzahl von Unternehmen, wichtigen Personen und Institutionen in der Stadt, wie z.B. dem Tempel von Sigmar.
Der Tempel des Sigmar in Übersreik wurde unter der Herrschaft von Magnus dem Frommen wieder aufgebaut. Es ist der größte Tempel der Stadt, mit einer Säulenfassade und genügend Platz für mehr als dreihundert Gläubige im Inneren. Der Hohepriester des Tempels ist Gunther Emming, ein streng dreinblickender Patriarch. Die prominenten Bürger der Stadt feiern hier wöchentlich Gottesdienste, und die Besucherzahlen sind im Zuge des Skandals um einen Chaoskult deutlich gestiegen. Die Familie von Bruner ist besonders gut vertreten, da sie versucht, die Schande zu verarbeiten, dass einer der ihren korrumpiert wurde.
Magnusturm
Aschaffenberg selbst, sowie seine Frau Ludmilla (gebürtige von Bruner) versuchen, sich häufig im Tempel des Sigmar aufzuhalten. Es ist möglich, dass Charaktere, die besonders fromm oder zumindest sauber wirken, ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen – und sich möglicherweise etwas Wertschätzung oder Gunst von den Aschaffenbergern für ihre Frömmigkeit verdienen…
Aber dieses Gerede über edle Gunst, Prestige und die Intrigen, die mit der Sicherung der Herrschaft von Übersreik verbunden sind, eignet sich am besten als Inhalt für ein künftiges Designertagebuch.
Artwork von Rickard von Aschaffenberg aus der vierten Edition
Ich mag es nicht sonderlich, zusätzlich zum Buch eine Zettelsammlung zu pflegen und immer auf dem Schirm zu haben, dass sich eine Regel geändert hat.
Leider sieht GW es nicht als notwendig an, wie das zum Beispiel bei Drivethru RPG üblich ist, PDFs zur Verfügung zu stellen und diese regelmäßig gemäß Errata zu aktualisieren.
Also habe ich die Errata 1.5.2 zum Anlass genommen, mir eine Errata zum Einkleben ins Hauptregelbuch zu basteln. Diese möchte ich gerne mit Euch teilen.
Ich habe die Texte aus dem Errata PDf von GW genommen, auf einen passenden farbigen Hintergrund eingefügt und so formatiert, dass sie möglichst genau in die geänderten Abschnitte passen. Wenn ein vorheriger Satz bereits angefangen war, habe ich das so mit eingefügt, dass es passt.
Ein Beispiel:
Aus diesem Block in der Errata…
…habe ich das hier gemacht, also Gänsefüßchen entfernt, und den Rest des Satzes vorne eingefügt:
Eingeklebt sieht das dann so aus:
Weitere Beispiele:
In seltenen Fällen musste ich einen Absatz abtippen, weil sich alles nach unten verschiebt:
Ich konnte es so formatieren, dass alle Artworks usw. noch schön zu sehen sind, wie hier zum Beispiel:
Nur ein Artwork ist dem zum Opfer gefallen, die Nachtgoblins auf Seite 190. Der Absatz ist dank den neu hinzugekommenen Regeln so viel mehr geworden, dass ich es nicht retten konnte:
Hier nun für Euch der Download der Datei. Einklebehinweise habe ich in blau geschrieben.
Ich hoffe, es gibt den einen oder anderen, der sie gebrauchen kann. Das hat schon seine 16h gedauert x-D
Ich habe vor, zukünftige Errata wieder mit einfließen zu lassen. Ist Euch der Schritt mit Prittstift zu permanent, könnt ihr auch nur einen Streifen Tesa an der Oberseite machen, das lässt sich wieder entfernen.
Bei diesem Artikel handelt es sich um die Übersetzung eines Artikels vom 22.6.2010, als die Warhammer Fantasy Rollenspiel – Lizenz noch bei Fantasy Flight Games lag. Also zu Zeiten der dritten Edition:
Da ich mich im Moment wieder etwas mehr mit Übersreik beschäftige, habe ich mir einen Spaß draus gemacht, mir einen Überblick zu verschaffen, was vor Cubicle 7 so zu der Stadt veröffentlicht wurde. Das größte Release diesbezüglich dürfte „The Edge Of Night“ gewesen sein. Die Box enthielt die erste große Stadtbeschreibung von Übersreik und lieferte zweifelsohne die Inspiration für das PC Spiel Warhammer: End Times – Vermintide. Bedenkt also beim Lesen, dass die dritte Edition 10 Jahre später spielt, als die vierte Edition.
Viele der Inhalte aus „The Edge Of Night“ wurden für WFRP4 recycelt. Die Stadtbeschreibungen wurden aktualisiert und ins Einsteigerset eingefügt, und das Finale (der Maskenball) aus dem Abenteuer ist übergegangen in „Herr von Übersreik“, das letzte Abenteuer im Buch „Raue Nächte, Harte Tage“.
Hier also nun der alte Artikel zu diesem Abenteuer.
Ein Designer-Tagebuch von Jay Little
Vor kurzem habe ich ein kommendes Abenteuer mit dem Titel „The Edge Of Night“ angekündigt. Dieses aufregende Abenteuer dreht sich um politische Intrigen in der Stadt Übersreik und wichtige Verstrickungen im Reikland. Im Laufe der Geschichte könnten sich die SC bald in den Machenschaften mehrerer rivalisierender Adelsfamilien wiederfinden, die jeweils um die Kontrolle über Übersreik wetteifern.
Baron Manfred von Holzenauer, ein Adeliger zu Besuch, veranstaltet einen extravaganten Maskenball, der schnell zum Stadtgespräch geworden ist. Es wird sicherlich ein wichtiger Ort für die Adelsfamilien sein, um ihre Agenda voranzutreiben und die Unterstützung der angesehensten und einflussreichsten Bürger von Übersreik zu gewinnen.
Dieses Designer-Tagebuch geht näher auf die Stadt Übersreik ein und zeigt, warum sie ein so überzeugender Mittelpunkt des Abenteuers ist.
Das Über in Übersreik setzen
Wappen von Übersreik
Um diese Geschichte von Macht, Politik und Adel zu erzählen und die Stadt Übersreik zum Leben zu erwecken, habe ich die Talente von Graeme Davis engagiert. Graeme ist ein Name, der vielen WFRP-Fans sehr bekannt sein wird. Er ist schon lange an Warhammer Fantasy Roleplay beteiligt – er half beim Schreiben und Entwickeln der Regeln der ersten Edition sowie bei Der Oldenhaller Vertrag, einem oft gelobten Einführungsabenteuer.
Graeme an „The Edge Of Night“ arbeiten zu lassen, war eine großartige Gelegenheit. Er konnte sein beeindruckendes Wissen und seine Leidenschaft für das Warhammer-Setting einbringen und schrieb ein verdammt gutes Abenteuer, indem er die Intrigen und Begegnungen mit einem geschickten Händchen in das neue System einbettete. Graemes Schreibstil beschreibt einen sehr interessanten und fesselnden Ort, der an sich Warhammer ist, aber auch ein paar Überraschungen für den Leser bereithält, darunter eine Vielzahl von Gerüchten und Abenteuer-“Samen“, die Spielleiter nutzen können, um Übersreik noch mehr Leben einzuhauchen.
Übersreiks Platz im Imperium
Übersreik ist eine mittelgroße freie Stadt, die am Teufel etwas flussabwärts von den Grauen Bergen liegt. Die Stadt liegt um eine wichtige Brücke, wo die Straße von Bögenhafen nach Dunkelburg den Fluss überquert und der Handel entlang der Straße sowie flussabwärts nach Auerwald, Grünburg, Kemperbad und Altdorf fließt. In den Bergen im Südwesten der Stadt befindet sich die berüchtigte Burg Drachenfels, und im Südosten befindet sich die kürzlich gegründete kleine Zwergenburg Karak Azgaraz.
Die Stadt ist strategisch günstig positioniert, um den Pass der grauen Dame zu schützen, so wie Helmgart weiter westlich den Axtschartenpass schützt. Die Nähe zu den Grauen Bergen bedeutet, dass es eine blühende Zwergengemeinschaft gibt, die in den letzten Jahren durch den Handel mit Karak Azgaraz gewachsen ist.
Menschliche Goldsucher, Jäger und Abenteurer nutzen die Stadt als Operationsbasis für Expeditionen in die Grauen Berge, und der Wochenmarkt bringt Vieh und Produkte aus einem halben Dutzend umliegender Dörfer. Luxusgüter wie bretonischer Wein und Brandy fließen durch den Pass der grauen Dame. Die Stadtwache wird durch eine kleine Garnison ergänzt, die sich im Magnusturm befindet, einem spektakulären Bauwerk, das angeblich vor mehr als zweihundert Jahren von Kaiser Magnus dem Frommen in Auftrag gegeben wurde.
Eine Stadt in Aufruhr?
Vor einigen Jahren erlebte die Autorität der Herrscherfamilie von Jungfreud durch den Kaiser einen herben Dämpfer, und Übersreik, das zuvor unter von Jungfreuds Kontrolle stand, wurde zur Freistadt. Die Spannungen zwischen Übersreik und der flussabwärts gelegenen Stadt Auerswald hatten zugenommen, und Graf Sigismund von Jungfreud wurde beschuldigt, den Bürgerkrieg angezettelt zu haben.
Ein weiterer Skandal ereignete sich kürzlich in Übersreik, als ein Chaoskult entdeckt wurde, der von einem abgelegenen Jagdschloss aus operierte, das einer der Adelsfamilien der Stadt gehörte. Der Kult wurde ausgelöscht, aber die Familie von Bruner hat dadurch den größten Teil ihres Ansehens verloren… (Das kommt vielleicht denjenigen unter euch bekannt vor, die das “ Eye for an Eye „-Szenario aus „Tome of Adventure“ durchgespielt oder gelesen haben. Anm.: d. Übersetzers: Eine renovierte Version für die vierte Edition findet sich im „Ubersreik Adventures III“).
Gerüchte & Verdächtigungen
Teilweise wegen dieses Skandals – und teilweise wegen eines Wiederauflebens der Grünhautaktivitäten rund um den Pass der grauen Dame – kursiert das Gerücht, dass die „Mächtigen“ darüber nachdenken, der Stadt den Status als Freistadt wieder zu entziehen und einen Lehnsherrn über das Gebiet einzusetzen.
In einer Version des Gerüchts stammt dieser Schritt vom Kaiser selbst als Kurfürst von Reikland. Ein anderes Gerücht besagt, dass der Adel von Grünburg plant, Übersreik und die umliegenden Dörfer in ihr eigenes Territorium anzugliedern. Ein drittes Gerücht besagt, dass die aufstrebende Familie von Saponatheim aus Bögenhafen ein Auge auf Übersreik geworfen hat, da die Ambitionen der Familie seit einer strategischen Heirat mit der mächtigen Familie von Liebwitz aus Nuln wachsen.
Was auch immer die Wahrheit sein mag, eine Reihe von Adligen ringen um ihre Positionen und versuchen, die Gunst des Stadtrats und der Einwohner von Übersreik zu gewinnen. Der Rat und die Gilden tun ihr Bestes, um ihren zukünftigen Lehnsherren ein freundliches Gesicht zu zeigen, während viele hinter den Kulissen daran arbeiten, den Status von Übersreik als Freistadt zu erhalten.
Eskalierende Spannungen
Übersreik wurde traditionell von der Familie von Jungfreud regiert, wurde aber vor einigen Jahren durch einen Streit zwischen Graf Sigismund von Jungfreud und der Krone zur Freistadt. Da der Kaiser vermutete, dass von Jungfreud ein begehrliches Auge auf das Silberbergwerk Hahnbrandt in den nahegelegenen Hügeln geworfen hatte, entsandte er einen kaiserlichen Richter nach Auerswald, um über die Lage Bericht zu erstatten. Der Richter begann sofort, Strafsteuern auf Schiffe zu erheben, die den Teufel befahren, was die Wirtschaft von Übersreik und Umgebung stark beeinträchtigte.
Der Graf reagierte mit der Aufstellung weiterer Truppen und verschleierten Drohungen gegen Auerswald. Es kam zu Scharmützeln, und eine Zeit lang schien es, als sei ein Bürgerkrieg unvermeidlich. Ein Last-Minute-Deal zwischen dem Kaiser und dem Stadtrat von Übersreik sah vor, dass die Stadt eine Freistadt wurde, während die von Jungfreuds angeblich von den entsprechenden Ländereien und Titeln entbunden wurden. Einige spekulieren, dass die von Jungfreuds ihre Aufmerksamkeit nur auf etwas anderes verlagert haben, in der Hoffnung, dass eine leichtere Hand in Übersreiks Angelegenheiten dazu beitragen würde, einen ehrgeizigen, kompetenten Führer in der Stadt zu entwickeln.
Magnusturm
Magnusturm, Übersreik
Übersreik ist eine Stadt mit einer Vielzahl von Einflüssen. Seine Lage im Reikland, seine Nähe zu den Grauen Bergen und seine Lage am Fluss machen es zu einem einzigartigen Knotenpunkt – verschiedene Rassen, Kulturen und Ideale haben dazu beigetragen, Übersreik zu der Stadt zu machen, die es heute ist. Die Stadt verfügt über eine Reihe interessanter und ungewöhnlicher Orte, um der vielseitigen Ansammlung von Einwohnern und Besuchern besser gerecht zu werden.
Eines der bemerkenswertesten Merkmale ist der Magnusturm, das höchste Gebäude in Übersreik. Es wird gemunkelt, dass es von Magnus dem Frommen persönlich in Auftrag gegeben wurde, als steingehauenes Relief an den Details des Haupteingangs. Der fünfstöckige Turm, nach dem der Komplex benannt ist, bietet einen beeindruckenden Blick über die Umgebung der Stadt und ist mit einem großen Blasebalghorn ausgestattet, das im Falle eines Angriffs Alarm schlägt. Das Horn ist mehr als sechs Fuß lang und soll aus dem Kopf eines Dämons geschnitten worden sein, der während des Großen Krieges gegen das Chaos getötet wurde.
Magnusturm in Vermintide
Der Turm ist von einer kleinen Burg umgeben, die einen Exerzierplatz, eine Kaserne, Ställe, eine Waffenkammer und eine Schmiede umfasst, in der grundlegende Reparaturen an Waffen und anderen Ausrüstungsgegenständen durchgeführt werden können. Die Stadtgarnison besteht aus zwölf Abteilungen Hellebarden, acht Einheiten Armbrustschützen und drei Pioniereinheiten, die für den Gebrauch und die Reparatur der Artilleriegeschütze entlang der Wachtürme ausgebildet sind. Diese Männer unterstehen alle dem Kommando von Hauptmann Erwin Blucher. Zusätzlich zu der stehenden Garnison haben viele der Stadtbewohner eine Grundausbildung als Reservetruppe erhalten und können mit einer Reihe von Waffen bewaffnet ausrücken, wenn Alarm geschlagen wird.
Eine kleine Abteilung der Reiksgarde hat ebenfalls eine eigene Kaserne in Übersreik. Die Reikswache hat zwar ihre eigenen Verantwortlichkeiten und Pflichten, aber sie hat den Befehl, bei Bedarf bei der Verteidigung von Übersreik zu helfen. Die Reiksgarde untersteht dem örtlichen Feldmarschall Antonin Sieber, der auch als militärischer Berater von Hauptmann Blucher dient.
Vor 50 Jahren, im Januar 1975 grundeten Steve Jackson, Ian Livingstone und John Peake Games Workshop.
Ian Livingstone und John Peake und Steve Jackson, v.l.n.r.
Peake verließ die Firma schon 1976 wieder
Steve Jackson und Ian Livingstone vor dem ersten Laden
Anlässlich dieses Jubiläums hat Ian Livingstone eine Kopie der allerersten Bestellung geteilt, die GW jemals erhalten hat
Ian Livingstone auf X:
„Steve Jackson, John Peake and I founded Games Workshop in January 1975. It was 50 years ago TODAY when we received our first order for six Mancala boards, which were hand-made by John. It was the start of a life-long career in games which I still love and will never retire from. https://x.com/ian_livingstone/status/1882784122659369116
GW ist inzwischen ein Konzern mit fast 3000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 445 Millionen Pfund (2023).
Jackson und Livingstone haben zusammen einige Fantasy-Bücher veröffentlicht und zeichnen sich verantwortlich für „Der Hexenmeister vom flammenden Berg„. Das Buch war das erste der Kategorie der „Fighting Fantasy“ also eine Art Solo-Rollenspiel (wenn Du in den Wald gehen möchtest, gehe zu Seite 84. Wenn Du der Straße weiter folgen möchtest, gehe zu Seite 25). Dieser Steve Jackson ist nicht zu verwechseln mit dem Amerikaner Steve Jackson, dem Gründer von Steve Jackson Games und Erfinder von GURPS und Munchkin. Jackson und Ian Livingstone haben außerdem das erste Pen-&-Paper-Rollenspiel (Dungeons and Dragons) nach Europa gebracht und die Veranstaltung Games Day ins Leben gerufen.
Sir Ian Livingstone
Für seine Verdienste in der Spieleindustrie wurde er 2006 zum Ritter der vierten Stufe geschlagen und 2012 sogar nochmal auf die dritte Stufe „befördert“.
Über ihren Weg haben sie inzwischen auch ein Buch „Dice Men“ veröffentlicht.
Ein Interview mit Ian findet ihr hier
GW ist dafür verrufen, gesalzene Preise zu verlangen. Ihnen wird unterstellt, mit dem Mittel der künstlichen Verknappung zu arbeiten.
Ähnlich wie Wizards of The Coast (Wizards of The Commerce). Ist dies aber auch einer der Gründe, warum es diese Firma noch gibt. Wenn man sich allein im deutschen Raum mal anschaut, wie viele Spiele-Publisher über den Jordan gegangen sind oder am Existenzlimit herumkrebsen, dann ist dies anscheinend das Mittel um über so lange Zeit am Markt existieren zu können.
Der Umfang reicht, um damit einen Abend zu spielen, man könnte es auch als „Begegnung“ bezeichnen, anstatt es Abenteuer zu nennen.
Die Gruppe kommt Nachts an einem Gasthaus an. Es ist kalt und dunkel, es regnet, da geht doch nichts über eine schützende Steinmauer, ein Kaminfeuer und eine Schüssel Eintopf…
Es handelt sich um einen absoluten WFRP-Klassiker und gehört wahrscheinlich zu den meistgespielten Abenteuern:
„Nacht des Blutes wurde ursprünglich von Jim Bambra für WFRS1 geschrieben und ursprünglich März 1987 im (englischen) White Dwarf 87
veröffentlicht. Es entwickelte sich zu einem der beliebtesten Abenteuer unter WFRS-Fans und wurde später als Teil der The Restless Dead-Kampagne 1989
neu aufgelegt. Diese Version des Szenarios ist für relativ neue Charaktere ausgelegt und kann leicht in eine laufende WFRS-Kampagne eingefügt oder
auch als unabhängiges Einzelabenteuer verwendet werden.“
Kurzrezension:
Es ist perfekt, um mal eben auf der Reise eingeschoben zu werden. Manche nutzen es sogar als Einführungsabenteuer.
SL Hinweise (Ab hier folgen Spoiler)
Am besten liest Du das Abenteuer einmal durch, bevor Du hier einsteigst.
Die Story ist relativ straightforward und es ist nicht schwer, dem Abenteuer zu folgen.
Ich halte es für wichtig, gerade am Anfang als SL mit Hinweisen nicht zu dick aufzutragen. Je nachdem wie misstrauisch Deine Gruppe ist. Wenn Du möchtest, dass sie erstmal keinen oder nur einen leisen Verdacht schöpfen, solltest Du nicht zu sehr „auf die Kacke“ hauen, sondern subtil bleiben. Ansonsten gibt es gleich in der ersten Szene den Showdown.
Ein Tipp wäre noch – falls Du das Abenteuer ausdruckst – Dir vor die Absätze, die Räume beschreiben, wie „Der Schankraum“, „Die Küche“ usw. vielleicht die passende Nummer von der Karte zu schreiben, um sie später schneller zu finden.
Auf der Karte ist bei der Zeichnung des Schreins eine Überschrift „Der Tempel“ gesetzt. Dies wurde offenbar im Zuge der Übersetzung in „Der Schrein“ geändert, aber auf der Karte vergessen.
Die Karte auf der letzten Seite solltest Du ausdrucken, ich würde sie aber nicht an die Spieler austeilen. Auch nicht in Teilen. Höchstens vielleicht die kleine Zeichnung des Gasthauses ausschneiden.
Die Werte von Hans auf Seite 5 sind nicht ganz richtig. Beim Schwert fehlt der in NSC Profilen übliche Gesamtschadenwert, das wäre +7 statt +4.
Der Dämon der Erscheint ist nicht einfach ein „Horror“, sondern ein „Rosa Horror“.
Eine Battlemap des „Zum vermummten Mann“ (englisch: „The Hooded Man Inn“) fürs Online Zocken findet ihr zum Beispiel hier:
Ich finde es hilfreich, sich Monster und Charakterprofile vorher als Cheat Sheet auszudrucken. Eine Vernünftige Beschreibung von Horrors des Tzeentch findest Du im Feind im Schatten Kompendium auf Seite 85. Ich habe ein Monster Cheat Sheet zusammengebaut, auf dem alle wichtigen Regeln zu finden sein sollten:
dieser Post in der englischen WFRP Game Masters Gruppe bei Facebook hat mich dazu verleitet, das dort vorgestellte Abenteuer ins deutsche zu Übersetzen.
Es handelt sich um ein auf Max und Moritz basierendes, kurzes Dorfabenteuer, bei dem die Spieler ermitteln müssen und vielleicht schlimmeres verhindern können.
Abenteuer in Übersreik – Wenn Blicke töten könnten
Klappentext des Abenteuers:
Legenden besagen, dass die Bestie vom Ortschlamm schon seit Jahrhunderten die Sümpfe in der Nähe von Übersreik heimsucht. Aber nur wenige glauben daran …
Als die Abenteurer sich bereit erklären, Rutger Reuter, einem charismatischen, jungen Kaufmann aus Übersreik, zu helfen, können sie noch nicht ahnen, was auf sie zukommt. Was als einfache Aufgabe zur Bewachung von Baumaterial beginnt, verwandelt sich bald in Tragödie, Entsetzen und Mord. Die Charaktere werden ihren Verstand nicht nur brauchen, um das doppelte Spiel im Lager von Reuter und seinen Geschäftspartnern zu durchschauen, sondern auch, um sich der Bestie zu erwehren, die aufgeschreckt wurde …
Abenteuer in Übersreik: Wenn Blicke töten könnten ist ein Abenteuer für die 4. Edition des Warhammer Fantasy-Rollenspiels, geschrieben von WFRS-Veteran Dave Allen. Es wurde für Anfängercharaktere entwickelt und endet in der Festungsstadt Übersreik, wo die Abenteuer der Charaktere mit dem WFRS-Einsteigersetfortgesetzt werden können.
Wenn Blicke töten könnten ist das erste Abenteuer in der Serie rund um Übersreik, dem Hauptschauplatz des WFRS-Einsteigersets. Diese Abenteuer können als kurze eigenständige Szenarien verwendet oder einfach in jede laufende WFRP-Kampagne integriert werden. Weitere Abenteuer in Übersreik folgen!
Kurzrezension
Das Abenteuer hat mir gut gefallen, es bietet einen investigativen Teil, lässt sich leicht in eine Kampagne integrieren und bietet ein herausforderndes Finale.
SL Hinweise (Ab hier folgen Spoiler)
Das Abenteuer beginnt in Übersreik, lässt sich aber wie bei fast allen Abenteuern leicht auf einen anderen Ort ummünzen.
Das Abenteuer verschwendet keine lange Überlegung darauf, wann und wo die Gruppe angeworben wurde und überlässt dies dem SL. Stattdessen geht es sofort mit der Anreise zur Baustelle los. Solltest Du eine Übersreik Kampagne spielen, wäre eine Möglichkeit ein Aushang am schwarzen Brett auf dem Marktplatz. Ich habe diesen auch in das Übersreik-Starterset-Prequel-Abenteuer „Der Oldenhaller Vertrag“ eingebaut.
Materialien
Als Soundkulisse für die Flussfahrt habe ich dies erstellt:
Als Handouts kannst Du die Zettel aus dem Abenteuer ausdrucken.
Allgemeine Tipps:
Aus meiner Erfahrung gibt es besonders an einem Punkt im Abenteuer eine Situation, die zum Stillstand führen könnte. Das Abenteuer selbst weist Dich auch darauf hin:
Die Charaktere kommen unter Umständen nicht darauf, um die Steine herum ein bisschen zu graben. Du kannst sie darauf hinweisen, indem Du einen erleichterten Wahrnehmungswurf werfen lässt, der aufzeigt, dass offenbar nicht alle Gravuren entfernt wurden, da am Fuß eines der Steine noch etwas herausschaut.
Figuren
Solltest Du mit Figuren spielen ist die Originalfigur von GW der Basilisk, den ich mir damals noch extra von Forge World gekauft habe. Dürfte schwierig werden, den noch zu kriegen aber vielleicht einfach was 3D gedrucktes oder bei nem Recaster wie Dark Legion Market schauen.